Abruf

13.06.17 19:18 Alter: 182 Tage
Typ: Sonstige

Fronleichnam-Altar - Verantwortung

Von: Kath. GAN-Kurs Jg. 11

Auch dieses Jahr haben wir im katholischen Religionskurs mit Herrn Poschmann einen Altar zu Fronleichnam gestaltet. Dabei haben wir mit der Jugendgruppe von St. Ludwig zusammengearbeitet. Als unser Thema haben wir die Verantwortung gewählt. Hier sind unsere Ergebnisse:

Verantwortung, man kann ihr nicht ausweichen. Sie ist in den meisten Situationen anzutreffen. Ein Mensch trägt Verantwortung gegenüber anderen Menschen, was in der Politik, durch den höheren Einfluss noch deutlicher wird. Besonders spielt diese Verantwortung bei Freunden und in der Familie eine große Rolle. Die Menschheit ist zusätzlich verantwortlich für die Erde und die Umwelt, in der wir Menschen leben, deren Schutz sowohl für uns selbst als auch für alle anderen Lebewesen überlebensnotwendig ist. Besitzt die Forschung hier einen großen Einfluss? Sich selbst gegenüber muss der Mensch ebenfalls ein Maß an Verantwortung zeigen. Es ist nicht einfach, mit viel Verantwortung umzugehen. Sie bringt Druck mit sich, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Den Verantwortung-Tragenden muss vertraut und unter die Arme gegriffen werden, da ohne dies die Zuversicht sinkt und zu viel Macht bzw. Verantwortung schnell missbraucht wird. Auch im Glauben spielt Verantwortung eine große Rolle. Besteht zwischen Gott und den Menschen eine gegenseitige Verantwortung?

Verantwortung im Glauben

Lena: Ich denke nicht, dass Gott für uns verantwortlich ist, da er uns Werte wie Selbstbestimmung, Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein gegeben hat.

Katharina: Aber Gott hat uns erschaffen; man sagt doch immer, dass er wie ein Vater für uns sei und ein Vater liebt seine Kinder und übernimmt Verantwortung für sie.

Lena: Liebender Vater? Wieso lässt ein liebender Vater dann Ungerechtigkeit auf der Welt zu?

Katharina: Naja, mit seiner Schöpfung die er uns geschenkt hat, hat er uns auch die Verantwortung und Freiheit übertragen, damit zu tun was wir für richtig und angemessen halten.

Lena: Also sind wir Menschen für die Ungerechtigkeit selbst verantwortlich.

Katharina: Ja, aber endgültig lässt Gott uns nie allein.

 

Verantwortung für unsere Erde

Seit Anbeginn der Menschheit ernährt, beschützt und hilft sie uns bei all unseren Vorhaben. Nun, in diesen schwierigen Zeiten der Kriege und der Erderwärmung ist es nun an uns der Erde etwas zurückzugeben. Jeder Einzelne von uns kann dies tun. Schützen wir unsere Erde als Zeichen des Gebens und Nehmens zwischen Mensch und Planet.

Verantwortung für Freunde und Familie

Kommen wir zur Verantwortung gegenüber den Freunden und der Familie. Sie sind immer für uns da, sie sind ein Teil von uns und kaum wegzudenken. Umso wichtiger die Verantwortung, die wir ihnen gegenüber haben. Man muss einander vertrauen können, man hält zusammen und man kann sich dadurch auf sein Gegenüber verlassen. Man muss immer einig sein. Es gibt Streit, es gibt Konflikte, doch wichtig bleibt darüber hinwegsehen zu können, es zu akzeptieren und dankbar zu sein, dass man einander hat.

Verantwortung für Naturwissenschaft

Jeder Mensch hat bestimmte Ziele. Es gibt rund sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten und somit auch genauso viele Meinungen und Ziele. Und ein paar von ihnen verfolgen ein größeres, scheinbar unmögliches Ziel. Von diesen Zielen behauptet die breite Masse, es sei unmöglich. Doch was, wenn man diese Unmöglichkeit überwindet? Was, wenn man dem Menschen die Chance gibt, die physische Vollkommenheit zu erlangen? Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder das bekommt, was er sich wünscht, seiner Vorstellung von Perfektion und Vollkommenheit gerecht wird. Wäre das schlecht? Seit Menschengedenken sehnen wir uns nach dem, was wir scheinbar nie erreichen können und jetzt mit ständigem Fortschritt offenbart sich uns eine Welt nahezu unbegrenzter Möglichkeiten. Warum sollten wir sie also nicht nutzen? Ziele lassen Menschen glauben, hoffen und arbeiten, um genau diese zu erreichen. Warum also uns ein Ziel vorenthalten, wenn man einfach noch weitere, noch unmöglichere Ziele setzten könnte? Um somit den Funkten des Ehrgeizes in jedem zu erhalten. Doch eins gilt zu bedenken: Sprengt man erst einmal die Grenzen des Unmöglichen, so hat das unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Menschheit und ob diese schlecht oder gut sind, liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Individuums. In der Verantwortung vor sich selber, vor den Anderen. Gott äußert sich in der "Gemeinschaft" - somit also auch vor Gott.

Politische Verantwortung

Wir haben Verantwortung, Verantwortung zu wählen, selbst mitbestimmen zu dürfen, was in der politischen Welt passieren soll. Wir wählen die Politiker, die für uns die politische Einstellung vertreten, die wir für uns gut befinden und wir denken, dass sie das Land gut regieren können. Politiker haben auch Verantwortung. Sie sind verantwortlich dafür, was in der politischen Welt vor sich geht. Sie bestimmen stellvertretend für uns was in z.B. in der Flüchtlingspolitik entschieden werden soll. Sie haben die Verantwortung für ihr gesamtes Land Sie sollen aufgeschlossen und transparent sein. Das Volk möchte wissen, was sie entscheiden. Sie wollen mit dabei sein, wenn etwas entschieden wird, sodass sie sich auch eine Meinung dazu bilden können. Leuten zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. dafür haben wir auch Verantwortung. Wir sind in der Verantwortung ihnen auf die Sprünge zu helfen, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Sie können z.B. Harz IV beantragen, wenn sie nicht in der Lage sind eine Arbeitsstelle zu finden. Für Frieden und Zufriedenheit sollen sie sorgen, dass kein Krieg und Hass zwischen den Menschen herrscht und dass alle zufrieden sind mit dem was in der Politik entschieden wird und somit auch uns betreffen wird. Das wünschen wir uns. Gleichberechtigung. Das alle Menschen gleichbehandelt werden, die gleichen Rechte bekommen. All das entscheiden die Politiker.

Verantwortung für uns selbst

Nun denken wir einmal an uns selbst, denn das tun wir wahrscheinlich viel zu selten. Durch die alltäglichen Herausforderungen des Lebens vergessen wir schnell auch mal inne zu halten um uns Zeit für uns zu nehmen. Bin ich mir selbst eigentlich bewusst? Wer bin ich überhaupt oder wer will ich sein? Und welche Verantwortung trage ich mir selbst gegenüber? Manchmal fällt es uns schwer uns so zu akzeptieren wie wir sind. Ständig fragen wir uns: Wie sehe ich aus? Sollte ich mehr Sport machen? Und was denken andere von mir? Wir investieren oft Zeit um anderen zu gefallen, aber glücklich mit sich selbst und gesund zu sein, ist doch eigentlich viel wichtiger, oder? Deshalb sollten wir Mut haben, die eigene Meinung zu äußern und zu vertreten, natürlich ohne jemandem seine Meinung zu verbieten. Es ist menschlich und in Ordnung auch mal falsch zu liegen, solange wir die Verantwortung für unsere Fehler übernehmen. Dafür müssen sie uns allerdings zunächst bewusstwerden. Wenn wir uns mehr Zeit für uns selbst nehmen, setzen wir uns automatisch mit unserem Inneren auseinander. Durch Stress auf der Arbeit, in der Schule oder im Alltag vernachlässigen wir oft, dass Liebe bei einem selbst anfängt. Deshalb sollten wir uns in Zukunft mehr Zeit für uns allein gewähren, denn diese Form der Verantwortung für uns selbst gerät heutzutage schnell in Vergessenheit.

Dies sind die Gedanken von Religionslehre des 11. Jahrgangs vom KAV-KAV-Gymnasium und der Jugendgruppe der Stadt. Ludwig Gemeinde zum Thema Verantwortung.

 

Die Fotos mit den Stelen findet man hier.

 

 


Schlüsselwörter: Schulseelsorge, Religion