Schulprogramm

Das Schulprogramm des KAV-G

Leitlinien


I. Wir verstehen uns als Schulfamilie. Sie beruht auf unbedingter gegenseitiger Achtung und Wertschätzung der Person.

II. Wir sind uns bewusst, dass unser Verständnis von einer Schulfamilie beinhaltet, einander zu unterstützen und Verantwortung für andere und uns selbst zu übernehmen


III. Wir gestalten unsere Schule als einen „Sonderfriedensbezirk“, in dem die dem KAV-G anvertrauten Schülerinnen und Schüler durch bestimmte Normen und Tabus geschützt werden.


IV. Wir begreifen den konstruktiven Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten als Chance und Bestandteil des Bildungsprozesses.


V. Wir sind als modernes Gymnasium Europaschule mit einer langen Tradition und entwickeln unsere Schule stetig weiter.


VI. Wir verstehen Bildung als lebenslangen, individuellen Prozess der Ausformung einer mündigen Persönlichkeit und wenden uns damit gegen einen auf ökonomische Verwertbarkeit reduzierten Bildungsbegriff.


VII. Wir schaffen die Voraussetzungen für einen qualitätsvollen Unterricht, der unser gemeinsames Anliegen ist und deswegen gemeinsamer Anstrengungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern bedarf.


VIII. Wir setzen uns eine fundierte Allgemeinbildung und eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zum Ziel schulischen Handelns.


IX. Wir leben das Verständnis, dass Schule weit mehr ist als der in ihr abgehaltene Fachunterricht.


X. Wir schaffen Lernfelder und Lernräume, besonders auch in den Bereichen Musik, Darstellendes Spiel und  Sport, die um ihrer selbst willen in unser Bildungsangebot aufgenommen wurden.


XI. Wir erachten Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit als Grundlage für einen auf den persönlichen Lebensweg zugeschnittenen, qualifizierten schulischen Abschluss, wissend, dass der Wert eines Menschen nicht durch Schulnoten bestimmt wird.


XII. Wir respektieren, würdigen und schätzen die Individualität unserer Schülerinnen und Schüler.

 

Entwicklungsplanung


I. Wir verstehen uns als Schulfamilie. Sie beruht auf unbedingter gegenseitiger Achtung und Wertschätzung der Person.

Wir, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Eltern und Erziehungsberechtigte verstehen  uns als Mitglieder einer Schulfamilie, die einander akzeptieren und unterstützen. Im Mittelpunkt dieser Schulfamilie stehen die Schülerinnen und Schüler, ihre Vorbereitung auf das Abitur und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit hin zu selbstbewussten, kritischen, leistungsbereiten und  -fähigen sowie sozial kompetenten jungen Menschen. Jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler wird mit ihren/seinen ganz persönlichen Eigenschaften, Stärken und auch Schwächen von allen Mitgliedern der Schulfamilie akzeptiert und als Persönlichkeit respektiert. Im Kontext der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Wertschätzung derselben haben wir die Prävention sexualisierter Gewalt im Blick. Insgesamt erwächst für jedes Mitglied der Schulfamilie die Pflicht, sich an die für das Zusammenleben in der Gemeinschaft unerlässlichen Regeln zu halten
und zum Gelingen dieser Gemeinschaft beizutragen. Dies ist Voraussetzung für die Erfüllung unseres Bildungsauftrags. Die Schulfamilie versteht Schule nicht als reine Dienstleistung. Vielmehr sehen sich die Lehrerinnen und Lehrer als Partner und Begleiter im Entwicklungsprozess der Schülerinnen und Schüler und werden von diesen sowie von den Eltern als solche akzeptiert und unterstützt. Wir gestalten unsere Schule in vertrauensvoller und partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrer- und Mitarbeiterschaft sowie Eltern- und Schülervertretungen. Hierzu gehört auch ein beständiger Informationsaustausch.


II. Wir sind uns bewusst, dass unser Verständnis von einer Schulfamilie beinhaltet, einander zu unterstützen und Verantwortung für andere und uns selbst zu übernehmen.

Verantwortung lernen
Die Bereitschaft und die  Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, können nicht verordnet,  sondern müssen erworben werden. Das KAV-G bietet Strukturen, die diesen Prozess unterstützen:Interessierten Viertklässlern geben wir einmal im Jahr am „Kennenlerntag“ die Möglichkeit, den Schulalltag aus Sicht eines KAV-Schülers mitzuerleben. Verantwortlich für die Viertklässler sind unsere Jahrgänge 5 bis 7. Jeder Gast aus
der Grundschule bekommt für diesen Tag einen Paten an die Seite gestellt. Nach ihrer Aufnahme am KAV-G werden die Schülerinnen und Schüler der jüngsten Klassen von Oberstufenschülerinnen und -schülern, die als Tutoren der Fünftklässler fungieren, betreut.  In Zusammenarbeit mit den Klassenlehrerteams initiieren, begleiten und organisieren diese Tutoren neben Klassenaktivitäten auch Veranstaltungen für die Jahrgänge 5 bis 7. Der Gedanke  der Schulfamilie am KAV-G zeigt sich ebenfalls im Angebot der Hausaufgabenbetreuung, weil ältere Schülerinnen und Schüler ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen unterstützen. AGen und Projekte können am KAV-G grundsätzlich von allen Mitgliedern der Schulfamilie geleitet werden. So werden während der Projektwoche neben von Lehrern betreuten Projekten auch von Eltern oder  Schülern organisierte und geleitete Projekte angeboten. Darüber hinaus ermöglicht und fördert das KAV-G die Organisation und Durchführung  eigenverantwortlicher Schülerprojekte, so z.B. die Jahrgangs-Events. Die Schulfamilie würdigt persönliches Engagement. Besondere Würdigung erfahren Schülerinnen und Schüler, die sich Verantwortung übernehmend für die Schulfamilie eingesetzt haben, z.B. durch die Arbeit in der Schülervertretung (SV) oder die selbstständige Leitung einer AG.


Beratungs- und Unterstützungsangebote durch die Schule
Als Teil der Schulfamilie setzen sich alle Lehrerinnen und Lehrer am KAV-G für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein und stehen ihnen und ihren Erziehungsberechtigten beratend zur Seite. In besonderen Problemlagen helfen die SV-Beratungslehrer, Schulseelsorger sowie unsere Beratungslehrkräfte gemeinsam weiter. Ihre Arbeit ist in einem Beratungskonzept geregelt. Aus zahlreichen Ländern der Welt haben wir bereits  Gastschüler am KAV-G willkommen heißen dürfen. Sie erhalten individuelle Stundenpläne und werden von der Austauschbetreuerin unterstützt. Gegenseitige Unterstützung, aber auch Verantwortung für die gemeinsamen Aufgaben, kennzeichnen die Arbeit der verschiedenen schulischen Gremien. Alle Mitglieder der Schulfamilie sind aufgefordert, in ihren Gremien mitzuarbeiten.


III. Wir gestalten unsere Schule als einen „Sonderfriedensbezirk“, in dem die dem KAV-G anvertrauten Schülerinnen und Schüler durch bestimmte Normen und Tabus geschützt werden.
Dieser Sonderfriedensbezirk ist ein Raum, der physische und psychische Sicherheit gibt, und in dem Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertrauensvoll miteinander umgehen und gut arbeiten können. Dieser Raum eröffnet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in ihrem Prozess des Erwachsenwerdens eigene Freiheiten und Grenzen im menschlichen Miteinander zu erfahren. Zu den Normen, die den Sonderfriedensbezirk konstituieren, gehören der ehrliche, respektvolle und freundliche Umgang miteinander sowie Toleranz gegenüber Mitmenschen und ihren Eigenheiten. Keine Toleranz zu erwarten hat jeder, der sich durch die Androhung oder Anwendung psychischer oder physischer Gewalt gegen die Schulfamilie stellt. Gleiches gilt für die Verbreitung und den Konsum illegaler Drogen.


IV. Wir begreifen den konstruktiven Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten als Chance und Bestandteil des Bildungsprozesses.
Basis und erster Schritt einer jeden Konfliktlösung ist das Gespräch zwischen den Konfliktparteien. Am KAV-G sollen Konflikte möglichst dort gelöst werden, wo sie entstanden sind. Daher sollen Konflikte unter Schülerinnen und Schülern soweit wie möglich von den Beteiligten selbstverantwortlich gelöst werden. Dies sehen wir als wichtigen Bestandteil des Bildungsprozesses an. Die Lehrkräfte und insbesondere die
Klassenleitungen sind hierbei Ansprechpartner. Sie begleiten und unterstützen den Prozess der Konfliktlösung. Konflikte zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern sollen ebenfalls möglichst von den Beteiligten selbst gelöst werden. Die Lehrkräfte sorgen für eine Atmosphäre, in der Kritik sachgemäß, offen und angstfrei geäußert werden kann. Wir verweisen auch auf die Beratungs- und Unterstützungsangebote, die in Leitsatz 2 dargestellt werden.


V. Wir sind als modernes Gymnasium Europaschule mit einer langen Tradition und entwickeln unsere Schule stetig weiter.
Das KAVG ist Trägerin des Schülerfriedenspreises (Stifterpreis 06. Januar 1993). Als Europaschule legen wir besonderen Wert auf die Vermittlung des Friedenskonzeptes, das der europäischen Idee zugrunde liegt, sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenzen.
Wir sehen es als Kennzeichen unserer Schule, nicht in Starrheit und selbstzufriedener Beharrung zu verweilen, sondern uns mutig Neuem zu öffnen, Weiterentwicklungen zu gestalten und Entscheidungsspielräume als
eigenverantwortliche Schule zu nutzen. Gleichzeitig ermöglicht uns die Verwurzelung in unserer Tradition Standfestigkeit und Gelassenheit gegenüber modischem und hektischem Aktionismus. Unsere Medienausstattung orientiert sich nicht an dem technisch Machbaren, sondern an dem Nutzen für den Bildungsprozess. Das Fach Informatik bieten wir als Abiturprüfungsfach an, für die Klassen 5 bis 9 gibt es hierzu Angebote im Ganztagsbereich. Organisatorische Abläufe und den Informationsaustausch optimieren wir durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel. Dazu veröffentlichen wir  z.B. den tagesaktuellen Vertretungsplan und den jährlichen KAV-Reader auf unserer Homepage. Der Aufbau einer Informationsplattform für die unterrichtliche Arbeit ist geplant. Durch die Implementierung des zweiwöchigen Betriebspraktikums in Jahrgang 9 sowie durch eine Projektwoche zur Berufs- und Studienwahlorientierung in Jahrgang 10 bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der modernen Berufs- und Arbeitswelt vor. Wir suchen externe Evaluationsmöglichkeiten wie bspw. die Zertifizierung durch das RITTS-Projekt „proBerufsOrientierung! Schule – Wirtschaft“ oder das Zertifikat „Europaschule“. Intern stellen wir unser Schulprogramm im Turnus von zwei
Jahren auf den Prüfstand und stimmen in Schulvorstand und Gesamtkonferenz neu darüber ab.


VI. Wir verstehen Bildung als lebenslangen, individuellen Prozess der Ausformung einer ganzheitlichen und mündigen Persönlichkeit und wenden uns damit gegen einen auf ökonomische Verwertbarkeit
reduzierten Bildungsbegriff.

Ein Hauptanliegen des KAV-G ist es, junge Menschen dahingehend zu bilden, dass sie ihr Leben immer stärker selbst bestimmen und meistern können. Damit ein junger Mensch aber überhaupt eine gefestigte und mündige Persönlichkeit entwickeln kann, muss er zunächst darin unterstützt werden, eigene Talente und Fähigkeiten zu entdecken, zu nutzen und schätzen zu lernen. Am KAV-G wird „Bildung“ nicht nur per definitionem als Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“ begriffen. Den Schülerinnen und Schülern sollte im Laufe ihrer Schulzeit bewusst werden, dass sie sich weder allein für ihre Familie noch allein für gute Noten oder gar nur für einen bestmöglichen Karrierestart bilden. Aus diesem Grund wird der Ausbildung von Persönlichkeiten, die sich und ihre Mitmenschen so schätzen und achten wie sie sind, am KAV-G ein besonders
hoher Stellenwert beigemessen. Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung wird nicht nur durch den regulären Unterricht am KAV-G gefördert. Vielmehr bieten die Ganztagsangebote unserer offenen Ganztagsschule, die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen nutzen können, Möglichkeiten, besondere Interessen, Neigungen und Talente zu entdecken und zu fördern.Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer evangelische und katholische Religion sowie Werte und Normen sehen sich in besonderem Maße der Entwicklung mündiger Persönlichkeiten verpflichtet und werden daher auch in jedem Schuljahrgang unterrichtet. Sie werden sowohl hinsichtlich ihrer organisatorischen Einbindung in den Stundenplan als auch in Bezug auf Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe nicht benachteiligt. Da die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte in hohem Maße
persönlichkeitsbildend wirkt, finden am KAV-G anlässlich des HolocaustGedenktages am 27. Januar jedes Jahr Projekttage für die Schülerinnen und
Schüler der Einführungsphase statt. Diese werden zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Qualifikationsphase vorbereitet, organisiert und durchgeführt.


VII. Wir schaffen die Voraussetzungen für einen qualitätsvollen Unterricht, der unser gemeinsames Anliegen ist und deswegen gemeinsamer Anstrengungen von, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern bedarf.
Unterricht als ein Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern bedarf der aktiven Gestaltung durch alle Beteiligten. Die Qualität des Unterrichts am KAV-G wird durch die Umsetzung der jeweiligen Fachcurricula sowie deren regelmäßige Evaluation sichergestellt. Als Ausbildungsschule steht das KAV-G in ständigem Kontakt mit dem Studienseminar und profitiert so von den Impulsen neuer methodischer und didaktischer Entwicklungen. Darüber hinaus sind außerschulische Lernorte und Lernangebote integraler Bestandteil des Lernens und Lehrens am KAV-G. Diese sind über Fächergrenzen
hinaus von Bedeutung und werden beispielsweise bei den zahlreichen angebotenen Arbeitsgemeinschaften, aber auch bei Exkursionen oder Projektarbeiten sichtbar. Eine nachhaltige Sicherung der Unterrichtsversorgung bedeutet für uns nicht die Optimierung quantitativer statistischer Kennzahlen, sondern wir begreifen sie als Aufgabe langfristiger Qualitätssicherung. Dies findet seine praktische Umsetzung
darin, dass die Gewinnung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter Vorrang hat vor der Schließung von Versorgungslücken auf Kosten der Unterrichtsqualität.


VIII. Wir setzen uns eine fundierte Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler zum Ziel schulischen Handelns.
Bewusst haben wir uns am KAV-G gegen eine Profilbildung im Sekundarbereich I entschieden. Die Schülerinnen und Schüler werden vom Jahrgang 5 bis 9 nach Stundentafel 2 unterrichtet, laut der die Fächer in vollem Umfang erteilt werden. Somit kommt es zu keiner vorzeitigen Schwerpunktsetzung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine fundierte Allgemeinbildung. Bereits seit 1996 wird jeweils eine der Klassen in den Jahrgängen 6 bis 9 als „Musikzweigklasse“ geführt. In dieser Klasse erhalten musikalisch besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler Musikunterricht in erhöhter Stundenzahl und werden nach der reduzierten Stundentafel 1 unterrichtet. Im Sekundarbereich II werden am  KAV-G das sprachliche Profil, das naturwissenschaftliche Profil, das gesellschaftswissenschaftliche Profil und das musische Profil angeboten. Unsere  Organisation der gymnasialen Oberstufe ermöglicht ein Maximum an individueller Ausgestaltung, so dass die Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, persönlichen Talenten und Neigungen Raum zu
geben.

IX. Wir leben das Verständnis, dass Schule weit mehr ist als der in ihr abgehaltene Fachunterricht.
Über den regulären Unterricht hinaus wird den Schülerinnen und Schülern des KAV-G in Form von Ganztagsangeboten die Möglichkeit eröffnet, sich je nach Interesse und Alter in verschiedenen Bereichen zu engagieren. Eine aktuelle Liste der Ganztagsangebote ist der Homepage des KAV-G zu entnehmen. In Anbindung an das Unterrichtsgeschehen kooperieren wir mit externen Firmen, die beispielsweise bei der jährlich stattfindenden Berufsmesse ihre Arbeit vorstellen und Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworten. Zusätzlich zu der so stattfindenden Berufsorientierung und Studienwahlorientierung bedeutet die Kooperation mit externen Firmen eine Öffnung der Schule. Das KAV-G ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben, die der Vertiefung spezifischer Interessen und Begabungen dienen. Beispielhaft seien  hier der Känguru-Wettbewerb für den Bereich Mathematik, National Geographic für den Bereich Erdkunde und die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“ angeführt. Auf große Erfolge kann das KAV-G beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ verweisen. Klassen- und Kursfahrten gehören unumstößlich zum Bildungsangebot des KAVG. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern die Entwicklung ihrer Sozialkompetenz sowie authentische Erfahrungen in ihrem Lernprozess. Die Entwicklung der Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler wird in besonderem Maße durch das Angebot der Teilnahme an verschiedenen Austauschprogrammen innerhalb Europas sowie mit Israel gefördert. Der Aufenthalt in einem Gastland sowie der Kontakt  zu Gleichaltrigen  schärft das Verständnis für das Gemeinsame in Europa und ermöglicht eine neue und bewusste Selbstwahrnehmung.


X. Wir schaffen in unserem Bildungsangebot ganz gezielt Lernfelder und Lernräume, besonders auch in den Bereichen Musik, Darstellendes Spiel und Sport, die um ihrer selbst willen in unser Bildungsangebot
aufgenommen wurden.

In einer Welt, die von Leistungsdruck, hohem Tempo und ständig neuen Anforderungen geprägt ist, möchten wir darüber hinaus unseren Schülerinnen und Schülern als Ergänzung und für synergetische Effekte nicht-utilitaristische Lernfelder und Lernräume eröffnen. Dies zeigt sich in unseren jährlich stattfindenden Projektwochen, aber auch im Alltag unserer schulischen Arbeit. Das breite freiwillige Ganztagsangebot mit musischen, darstellerischen, sprachlichen und sportlichen Arbeitsgemeinschaften leistet hier seinen Beitrag. Sommer- und Weihnachtskonzerte unserer musikalischen Gruppen sind eine feste Institution in jedem Schuljahr und erfreuen sich in Celle eines breiten Publikums. Wettbewerbe wie  Jugend trainiert für Olympia,  Junior kompakt und  Junior unterstützen den Gedanken alternativer Lernfelder und Lernräume.


XI. Wir erachten Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit als Grundlage für einen auf den persönlichen Lebensweg zugeschnittenen, qualifizierten schulischen Abschluss, wissend, dass der Wert eines
Menschen nicht durch Schulnoten bestimmt wird.

Jedes Mitglied der Schulfamilie am KAV-G ist sich bewusst, dass die individuelle, kontinuierliche Bereitschaft, Leistung zu erbringen und Anstrengungen auf sich zu nehmen, eine nicht diskutable Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit an dieser Schule ist. Ohne diese Bereitschaft kann die eigene Leistungsfähigkeit nicht ausgeschöpft werden, was für Schülerinnen und Schüler zur Folge haben kann, dass schulische Ziele nicht erreicht werden. Die aus diesem Verständnis resultierenden Anforderungen dürfen jedoch nicht zu einer Atmosphäre hemmenden Leistungsdrucks führen. Deswegen stimmen wir darin überein, dass der Wert einer Person unabhängig von ihren Leistungen zu sehen ist. In diesem Sinne verstehen wir Schulnoten als Bewertung der L e istunge n von Menschen und nicht der Menschen selbst.


XII. Wir respektieren, würdigen und schätzen die Individualität unserer Schülerinnen und Schüler.
Jeder Schüler und jede Schülerin des KAV-G ist auf ihre bzw. seine ganz spezifische Weise einzigartig. Alle Begabungen und Schwächen werden demnach auch als Chance begriffen. Mit Hilfe einer gezielten Binnendifferenzierung im Unterricht reagieren die Lehrkräfte des KAV-G auf individuelle Bedürfnisse und bieten je nach Bedarf geeignete Förder- oder Fordermaßnahmen an.