Biologie

Biologie in Jahrgang 8

Wie funktioniert unsere Atmung? Was ist ein doppelter Blutkreislauf? Wie funktioniert der Herzschlag? Dies sind nur ein paar der Fragen, die sich die Schülerinnen und Schüler in Jahrgang 8 während der Unterrichtseinheit „Atmung und Blutkreislauf des Menschen“ gestellt haben. Nachdem eine Menge naturwissenschaftlicher Fakten theoretisch und teilweise auch praktisch Gegenstand des Unterrichts waren, bietet es sich am Ende der Unterrichtseinheit an, das Wissen über den Aufbau und die Funktion des Herzens mithilfe der Präparation von Schweineherzen anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler gehen mit Respekt und wissenschaftlicher Neugier an die Schweineherzen heran und vertiefen so ihre bisher gewonnenen Erkenntnisse. Die Bilder zeigen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b während der 90minütigen Präparation.

Sara Bennek, Februar 2015

 

Biologie in Jahrgang 10

Im 10. Jahrgang dreht sich im Biologieunterricht alles um die Genetik. Dabei unterscheiden die Schülerinnen und Schüler verschiedene Ebenen, wie Zell- oder Molekularebene. Um diese komplexen Zusammenhänge erschließen zu können, bietet es sich an, Modelle der DNA, von Chromosomen und Zellvorgängen zur Veranschaulichung zu nutzen. Also warum nicht mal Modelle selbst gestalten? In diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler Modelle der Mitose, der Zellteilung, selbst angefertigt und sich so mithilfe von Knete, Bindfäden und Papier den Vorgang vergegenwärtigt.

Sara Bennek, Dezember 2014

Das Fach Biologie am KAV

Der Begriff Biologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Lehre (logos)  vom Leben bzw. von den Lebewesen (bios).  Überlegungen zum Leben gab es bereits um 600 v. Chr.. Von der Antike bis ins Mittelalter beruhte die Biologie hauptsächlich auf Beobachtungen der Natur.

Mit Hilfe einer Vielzahl verschiedener Untersuchungsmethoden sieht die Biologie heute ihre Kernaufgabe darin, den Facettenreichtum der lebendigen Natur zu beschreiben, zu analysieren und zu strukturieren. Im Fach Biologie erwerben die Schülerinnen und Schüler so  grundlegende Einsichten in die Prinzipien der biologischen Phänomene und Sachverhalte, die sich als Basiskonzepte (Struktur und Funktion, Reproduktion, Kompartimentierung, Steuerung und Regelung, Stoff- und Energieumwandlung, Information und Kommunikation, Variabilität und Angepasstheit, Geschichte und Verwandtschaft) beschreiben lassen. Sie ermöglichen einerseits Zugänge und Strukturierungen der Themenbereiche, die den Schülerinnen und Schülern helfen, die Gegenstände der Biologie zu erfassen und einzuordnen. Andererseits dienen sie der Metareflexion der erworbenen Kenntnisse des Lebens. Dabei reicht die Spannweite der Erklärungen von einfachen molekularen Vorgängen bis zu den komplexen Wechselbeziehungen in der Biosphäre und deren evolutionären Ursachen. Die methodische Vielfalt erstreckt sich vom Beschreiben und Ordnen über experimentelle Vorgehensweisen und umfangreiche Untersuchungen bis zu systemtheoretischen Betrachtungen und evolutionstheoretischen Rekonstruktionen.

Durch die zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz der Bereiche Gesundheit, Gentechnik, Ernährung, Biotechnik, Bionik, Reproduktionsbiologie, Umweltschutz, Tierschutz und Biodiversität lässt sich die Biologie sowohl aus den Sozial- und Geisteswissenschaften als auch aus den anderen Naturwissenschaften und ihren technischen Anwendungen nicht mehr wegdenken.
Hinzu kommt die Diskussion grundlegender ethischer Fragestellungen in Bezug auf individuelle, soziale und globale Probleme. Der Mensch als Teil der Natur reflektiert seine eigene Rolle im Hinblick auf evolutionsbiologische Erkenntnisse und beeinflusst bewusst und unbewusst sowohl seine eigene als auch die nichtmenschliche Natur schwerwiegend.
Die biologische Grundbildung der Schülerinnen und Schüler dient daher auch als Basis für vielfältige Diskussionen in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.

Neben einem Grundstock an Faktenwissen sollen im wissenschaftspropädeutischen Unterricht biologische Grundprinzipien und Gesetzmäßigkeiten erarbeitet werden. Dazu stehen neben der Textarbeit, Auswertung von Diagrammen und Filmmaterial, etc. die unmittelbare Begegnung mit der Natur und ihren Lebewesen sowie faszinierende Einblicke in Bau und Funktion des eigenen Körpers im Vordergrund.
Die Arbeit mit Modellvorstellungen und der gedankliche Wechsel zwischen verschiedenen Organisations- und Komplexitätsebenen (Atome, Moleküle, Organellen, Zellen, Gewebe, Organe, Organismen, Populationen, Lebensgemeinschaften, Ökosysteme, Biosphäre) fördern die Fähigkeit zur Abstraktion, zum Perspektivwechsel und zum logischen Denken.

Der Biologieunterricht greift auf Gesetze und Methoden der Physik, der Chemie und der Mathematik zurück. Die Zusammenführung von Erkenntnissen dieser Fächer schafft für die Schülerinnen und Schüler eine weitere Voraussetzung für den Aufbau eines rationalen, naturwissenschaftlich begründeten Weltbildes.