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Physik-Exkursion der Klasse 10e in das Zukunftslabor der Hochschule Hannover

Diesmal hat der Physikunterricht nicht nur im Klassenzimmer stattgefunden, sondern dort, wo moderner Fortschritt entsteht. Unter diesem Motto machte sich unsere Klasse am Mittwoch, dem 15.04.2026, auf eine Exkursion nach Hannover, wo wir am Workshop „Elektronikschaltungen – Platinen löten" teilgenommen haben.

 Vor Ort haben wir uns als erstes mit den elektrischen Schaltzeichen auseinandergesetzt. Diese Kenntnisse benötigten wir, um die Bauteile, die wir für unsere Blinky-Schaltung brauchten, zusammenzusuchen: Als erstes eine Platine, zwei Widerstände mit einem Wert von 560 Ohm, zwei Widerstände von 33 kOhm (kiloOhm), vier Kondensatoren im Wert von 10 Mikrofarad, zwei Leuchtdioden, eine Batterie und einen Schalter.

 Danach haben wir gezeigt bekommen, welcher Widerstand in welche Aussparung auf der Platine muss.

 Dann kam der beste Teil: Das Löten. Wir haben den Lötkolben angemacht und die Halbleiter, Kondensatoren und Widerstände festgemacht. Man braucht zwar eine ruhige Hand, aber es hat richtig Spaß gemacht, mal was Eigenes zu bauen. Am Ende kam der Moment der Wahrheit:

 Batterie ran - und unser Blinky hat tatsächlich angefangen zu blinken. Da wusste man sofort: Die Arbeit hat sich gelohnt und wir haben die Technik dahinter echt verstanden. Und alles ist richtig verbaut und nicht falsch eingebaut worden.

 Wusstet ihr, dass ein Transistor (der wichtigste Halbleiter in eurem Blinky) eigentlich nur ein Schalter ohne bewegliche Teile ist? Er nutzt Kristalle, um den Strom zu lenken. Das ist der Grund, warum eure Handys so flach sind - alles ist voll mit Milliarden dieser winzigen 'Blinky-Schalter'.

 Anschließend haben manche von uns die Expertenfrage beantwortet. Die Frage lautete: Warum leuchten die Farben der Leuchtdioden so unterschiedlich? Die Antwort haben manche von uns mit dem Kursleiter besprochen. Eine Antwort wäre zum Beispiel: Das liegt an den Kondensatoren. Die funktionieren wie kleine Akkus, die sich blitzschnell aufladen und wieder entleeren. Dieser Rhythmus bestimmt, wie schnell euer Licht flackert - reine Physik als Taktgeber.

 Für die Leute, die es dem Kursleiter richtig erklärt haben, gab es ein Band, damit man sich sein Blinkie umhängen kann. Am Ende des Tages sind wir mit einem super Blinky nach Hause gefahren. Das war das Highlight von unserem Zukunft-MINT-Tag! Es war echt ein gutes Gefühl, am Schluss ein fertiges Gerät in der Hand zu haben, dass man komplett selbst gebaut hat. Wir haben an diesem Tag nicht nur gelötet, sondern die Welt der Technik und der Halbleiter ein Stück besser verstanden.